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Nikolaus von Flüe

Kunstgemälde von Bruder Klaus
Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) der Diözese Trier veranstaltet Fahrten nach Flüeli in der Schweiz. Im Kanton Obwalden liegt im wild-romantischen Tal der Melchaa die Ranft; an diesem Ort hat Klaus von Flüe zwanzig Jahre seines Lebens als Einsiedler, Asket und Mystiker verbracht.

Bei denen, die ihn kennen, stößt Klaus von Flüe schnell auf Kritik oder auf große Verehrung. Die einen sehen vor allem den Vater von 10 Kindern, der Frau und Familie verlassen hat, um dem Ruf zu folgen, den er verspürt. Die anderen sehen, wie er – gemeinsam mit seiner Frau Dorothee - um diesen Weg gerungen hat, den er dann mit ihrem Einverständnis auch gegangen ist. In der Abgeschiedenheit im Ranft hat er sein „einig Wesen“ mit Gott gefunden und dennoch den Kontakt zu den Mitmenschen gehalten. So ist er zu einem wertvollen Ratgeber für viele geworden und zum Patron des Friedens.

Vorangegangen war ein Leben als Bergbauer, Ehemann, Familienvater, Ratsherr und Richter. Als Bauer hat er einen reichen Hof geführt und diesen der Familie und dem erwachsenen Sohn als Lebensgrundlage überlassen. Als Ratsherr und Richter steht er verlässlich im öffentlichen Leben und trifft seine Entscheidungen gerecht ohne Ansehen der Person. Er sieht und stellt sich gegen Korruption und ungerechte Urteile, auch wenn sie ihm zum eigenen Nachteil gereichen.

2017 wurde das 600 - jähriges Jubiläum Bruder Klaus gefeiert

Weitere Informationen zu Nikolaus von Flüe  finden Sie auf der Seite von www.flueliranft.ch

Kurzbiographie

1417 Am 25. September wird Niklaus wird in Flüeli bei Sachseln geboren und in Kerns getauft.

1447 Als wohlhabender Bauer heiratet er die noch junge Dorothea Wyss, mit der er fünf Töchter und fünf Söhne bekommt.
1467 Als Konsequenz von Korruption und ungerechter Rechtsprechung legt Niklaus alle politischen Ämter nieder.
1467 Niklaus verlässt - nach über zweijährigem Ringen - am 16. Oktober Familie und Hof. Er zieht als Büßer in die Fremde: zuerst bis ins Liestal, dann auf die Alp Chlisterli im Melchtal. Schließlich lässt er sich im Ranft, nur wenige Minuten vom Hof, in dem seine Familie lebt, als Einsiedler nieder.
1481 Die eidgenössische Tagsatzung in Stans droht am Konflikt zwischen Stadt und Land zu zerbrechen. Bruder Klaus wird in einem nächtlichen Botengang um Rat gefragt. Auf seine – nicht im Wortlaut überlieferte – Versöhnungsbotschaft hin wird das "Stanser Verkommnis" geschlossen; darin gelingt es, einen Bürgerkrieg zu verhindern und in der Schweiz bis heute den Frieden zu sichern.
1487 Am 21. März stirbt Niklaus von Flüe in seiner Zelle. Er wird in der Kirche von Sachseln beigesetzt.
1947 Niklaus von Flüe wird am 15. Mai von Papst Pius XII. heiliggesprochen. Festtag ist der 25. September.
1984 Papst Johannes Paul II. feiert Eucharistie in Flüeli. Er nennt Dorothea "heiligmäßig" und fordert dazu auf, auch sie zu verehren.

Impressionen

3 Bilder