Studienreise Vulkaneifel

Die Katholische Landvolkbewegung im Bistum Trier e.V. hatte kürzlich zu einer Studienfahrt in das Herz der Vulkaneifel eingeladen. Erster Programmpunkt war der Vulkanhof in Gillenfeld. In dem familiengeführten Betrieb dreht sich alles um die rd. 200 Ziegen, die in einem großen Stall auf Stroh leben. Zweimal am Tag geht es über den Hof in den Melkstand. Die Milch gelangt von dort direkt in die Käserei, wo sie täglich an sieben Tagen in der Woche zu verschiedenen Käsesorten verarbeitet wird. Die Vermarktung erfolgt neben dem Hofladen auch an die Gastronomie und an Supermärkte. Das Abfallprodukt der Käseproduktion, die Molke, wird z. T. zur Düngung verwendet bzw. zu Bier und Seife verarbeitet.
Die 32 Teilnehmer erfuhren bei der Besichtigung und der anschließenden Verkostung verschiedener Käsesorten viel Wissenswertes zum Betrieb, zur Ziegenhaltung und über die Käseproduktion. Mit welcher Liebe und Sorgfalt die Betriebsleiter mit ihren Mitarbeitern die Ziegen versorgen und den Käse produzieren, zeigt die Auszeichnung: Bester Ziegenkäse. Ein Besuch im Hofladen rundete den Vormittag ab.
Das nächste Ziel war die Gastronomie St. Martin in Ulmen. Zur Mittagspause gab es dort eine große Auswahl am Büffet und eine ausführliche Information zu der Einrichtung St Martin. In dem Inklusionsbetrieb steht der hilfsbedürftige Mensch im Mittelpunkt. Dort werden täglich ca. 2.000 Mahlzeiten zubereitet und an verschiedene Einrichtungen ausgeliefert. Neben der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden wird Wert gelegt auf eine ökologisch sinnvolle Praxis und ein bewusster Umgang mit der Schöpfung. Es werden vorwiegend Lebensmittel aus der Region verwendet, wobei es manchmal an der benötigten Menge fehlt. Ähnlich beim Einsatz von biologisch erzeugten Produkten. Hier spielt auch der Preis eine begrenzende Rolle. Trotzdem ist die Bemühung groß, vorwiegend Produkte aus der Region einzusetzen.
Ein dritter Programmpunkt in Ulmen machte die Teilnehmer mit der Vulkanlandschaft und der Entstehung der Maare vertraut. Nach einem Spaziergang rund um den Jungferweiher und durch das Naturschutzgebiet wurde der seit 2022 für die Öffentlichkeit zugängliche Maar-Stollen besichtigt, der das Jungfermaar mit dem Ulmener Maar verbindet. Bei dieser Führung hörten die Teilnehmer viel über die Erdgeschichte und die Entstehung der Vulkaneifel im Laufe der Jahrtausende.
Zum Abschluss dieser Studienreise bedankten sich die Teilnehmer bei Irene Sartoris für die ausführlichen Informationen während der Führung und bei Klaus Krämer, Vorstandsmitglied der KLB Trier, der diesen erlebnisreichen Tag vorbereitet hat.